Kindertraining – Die ersten Einheiten mit den Bambinis

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Wie ich zum Vatertrainer wurde konntet ihr ja im ersten Blogbeitrag lesen. Heute möchte ich meine ersten Trainingseindrücke weitergeben.

Die ersten paar Mal stand ich beim Kindertraining noch etwas mehr in der zweiten Reihe. Die Kids konnten den neuen der da bei ihnen im Fußball aufgeschlagen ist etwas beschnuppern und haben mich auch sofort angenommen. Trösten, Schuhe binden, vermitteln und auch schon die ersten Übungen im Fußballtraining leiten.

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Das schöne bei den Baminis ist, daß in dem Alter das eigene Kind unwahrscheinlich stolz darauf ist wenn der eigene Vater Trainer ist und die anderen Kinder der Mannschaft einen schnell akzeptieren und einbeziehen. Natürlich immer vorrausgesetzt man hat wirklich Spaß an dem was man macht und bringt es auch rüber.

Unseren kleinen Fußballerinnen und Fußballern merkt man Woche für Woche an, daß ihr Kindertraining eines der Highlights ist. Sobald die Bambinis den Platz geentert haben führt der erste Weg ans Netz mit den Bällen und los gehts.

Rituale im Kindertraining

Diese paar Minuten vor dem eigentlichen Training nutzen die Kinder sehr gerne um die Eltern einzubeziehen. Da müssen auch die Mamas dribbeln, Doppelpässe spielen oder den Ball erkämpfen und mancher Vater wird mit englischer Härte bearbeitet.
Ich finde das ist eine schöne Sache und den Kindern macht es auch sichtlich Spaß. Im Prinzip ist es fast schon ein Ritual das zu unserem Kindertraining mit den Bambinis dazu gehört. Hier toben sich die Kleinen schon ein wenig aus.

Feste Rituale sind ein wichtiger Bestandteil der Spielstunde für unsere G-Jugendlichen. Nach dem inoffiziellen kicken mit Eltern und Trainern fängt das eigentliche Kindertraining bei uns immer mit dem gleichen Ablauf an.
Wir Trainer rufen unsere Mannschaft zusammen und bilden einen Kreis. Hier wird ein paar Augenblicke erzählt, und wie Kinder nun mal sind, haben sie auch immer was zu erzählen. Es hat ein bißchen etwas vom Stuhlkreis im Kindergarten. Nachdem wir unseren Schlachtruf gebrüllt haben geht das Kindertraining dann richtig los.

Da ich auch einen Artikel darüber verfassen möchte wie im Optimalfall ein Kindertraining bei den Zwergen ablaufen sollte, hier nur mal die grobe Richtung wie ich sie bisher wahrgenommen habe.
Bei der Auswahl der Übungen immer darauf achten altersgemäß zu trainieren. Dank so toller Seiten wie Bambini-Fußballtraining oder auch direkt vom DFB, sollte die Auswahl der Übungen kein großes Problem darstellen. Es gibt zahllose Möglichkeiten die sich toll variieren lassen. Das sollte man nicht ungenutzt lassen.

Die kinder stehen im vordergrund

Auch wenn ich mich wiederhole und es vielleicht langweilt, aber wir haben hier die jüngste Generation von Fußballern bei uns im Kindertraining und primär geht es darum ihren Bewegungsdrang zu stillen, ihre Motorik zu fordern und zu fördern, ihnen zu helfen soziale Kompetenzen zu erlangen und erste Erfahrungen mit dem Ball zu machen.

Es geht auf gar keinen Fall darum uns auf Kosten der Kinder zu profilieren und vielleicht ein paar unwichtige „Erfolge“ zu feiern. Die Früchte unserer Arbeit werden vielleicht irgendwann mal andere ernten. Anerkennung wird man kaum bekommen und von manchen „Kollegen“ wird man vielleicht sogar nur belächelt werden: Was wir tun, hat mit Fußball doch nichts zu tun…

Wir wissen es besser.

So lange wir kind- und altersgerecht „arbeiten“ und die Kinder Spaß dabei haben, machen wir alles richtig.

ein paar wichtige merkmale der bambinis

Zurück zum Kindertraining. Die Kinder ermüden sehr schnell, langweilen sich noch schneller und haben eine ziemlich kurze Aufmerksamkeitsspanne. Das stellt einen vor die schwere Aufgabe die Spielstunde so zu gestalten, daß die Kinder bei der Sache bleiben, die Übungen möglichst auf Anhieb verstehen und möglichst immer beschäftigt sind.

Man wird auch nie alle zum zuhören bekommen, einer träumt immer, pflückt Blumen, schaut in die Wolken, lässt das Granulat vom Kunstrasen im Haarschopf vom Vordermann verschwinden. Nicht verzweifeln. Wenn von zehn Kindern acht mitbekommen was zu tun ist, werden die beiden anderen während der Übung sehen was zu machen ist. Ich habe schnell kapiert niemals alle gleichzeitig erreichen zu können. Selbst der Sohnemann entdeckt lustige Käfer die spannender sind als das was der Trainer gerade faselt.

Wie gesagt gibt es unzählige Quellen mit fundierten Übungen fürs Kindertraining auf die man zurückgreifen kann und sollte.
Kleine Fangenspielchen wie „Ochs am Berg“, „Schwänzchen klauen“ eignen sich wunderbar für den Einstieg. Später dann kleinere koordinative Übungen, dann ein paar Übungen mit Ball und stehts auf kleine Gruppen achten, daß jeder was zu tun hat und gar nicht zum träumen kommt.

Zum Abschluß das lang ersehnte Spiel. Ruhig ein kleines Feld, gerne auch mal mit vier Toren aufbauen. Das bedeutet viele Erfolgserlebnisse in Form von Ballkontakten, gewonnenen Zweikämpfen und vor allem: Toren, Toren, Toren.

Nach dem Spiel gibt es bei uns dann nochmal einen Sitzkreis und die Verabschiedung. So schnell kann eine Stunde vergehen.

Ein kleiner appell zum Schluß

Bitte niemals die Kinder anmotzen wenn sie die Übungen nicht so umsetzen wie wir sie vorgeben. Sie lernen, machen ihre ersten Erfahrungen. Man kann den Bambinis schnell den Spaß am Fußball nehmen, aber sie auch so richtig mit dem Fußballvirus infizieren, wie wir davon gepackt wurden.

Geduld ist das A und O. Ein Lob an der richtigen Stelle motiviert auch die anderen Kinder.  Der Trainer ist in den Kinderaugen hoch angesehen und neben den Eltern, wollen sie vor allem ihm beweisen wie toll sie mitmachen und was sie können.

Thomas ist 37 Jahre alt und wächst als Trainer mit seiner Mannschaft. Wie früher als Kind, freut er sich Woche für Woche aufs Training. Nur wenn alle Kinder gelacht haben, hatten alle ein gutes Training.

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Über Thomas 9 Artikel
Thomas ist 37 Jahre alt und wächst als Trainer mit seiner Mannschaft. Wie früher als Kind, freut er sich Woche für Woche aufs Training. Nur wenn alle Kinder gelacht haben, hatten alle ein gutes Training.

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