Kinderfussball Training der Bambinis – Pannenstunde

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Mein erstes Kinderfussball Training der Bambinis

Endlich. Die Sommerpause ist zu Ende und das erste Kinderfussball Training der Bambinis steht an. Und wenn ich sage das erste, meine ich auch das erste. Quasi das allererste für das ich mich eigenverantwortlich zeigen kann. Natürlich bin ich bestens vorbereitet. Ich habe die Trainingseinheiten vor der Pause noch genauer verfolgt, damit mein Start gut gelingt. Ich habe mich in Bücher verkrochen wie zB Kinderfußball – Ausbilden mit Konzept, habe viele Threads im Trainertalk Forum gelesen und mir zahllose Trainingsstunden von Training Wissen des DFB ausgedruckt, variiert und gedanklich durchgespielt.

Fussballtraining special 4: Spielen und Üben mit Bambinis und F-Junioren (Fußballtraining special)

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Zeit also das es losgeht und ich endlich das erste eigene Kinderfussball Training der Bambinis leiten kann.
Neben dem Fußballgott scheint auch der Wettergott auf meiner Seite zu sein.
Nach der langen Sommerpause haben wir einen lauen Herbstabend. Also wird der Junior frühzeitig ins Auto gepackt und der Sportplatz früüüüühzeitig geentert. Muß ja alles laufen.

Wer hat hier den Schlüssel?

Man kann zwar noch so früh am Sportplatz ankommen, aber das bringt einem nichts wenn man vor verschlossenen Türen steht. Umkleidekabine? Zu. Sportplatz? Verschlossen. Ballraum? Verriegelt.

Das fängt ja bestens an. Der wegen der Aufregung vor dem ersten Kinderfussball Training der Bambinis ohnehin schon leicht erhöhte Puls steigt um ein paar Nuancen in die Höhe.

So langsam füllt sich der Sportplatz mit Kindern, und mit Eltern und mit noch vielen, vielen mehr Kindern. Der Puls? Steigt Proportional zu den verinnenden Minuten.

Kurz vor Trainingsbeginn dann die Erlösung. Die Trainer der F-Jugend betreten das Areal und öffnen alles was mir verschlossen blieb.
Ein erstes aufatmen. Der Puls sinkt erstmalig.

Wenn die F-Jugend drei Trainer hat, können unmöglich alle Kids die mir unbekannt sind zu den Bambinis ins Fußball Training wollen.
Die Herzfrequenz nimmt diesen Gedankengang dankend an.

Bambini Fußball Spielstunde – Klappe die Erste

Hurtig alles vorbereitet, Eltern begrüsst und den eingetroffenen anderen Bambini Trainer eingeweiht in die vorbereiteten Übungen. Kann losgehen.

Alle Kinder zu unserem Ritual zusammen gerufen und siehe da.
Es können trotz einem Drittel mehr F-Jugend als Bambinitrainer trotzdem alle Kinder zu uns wollen.

Die Pumpe arbeitet vorsichtshalber schon mal schneller.

Mit über 20 Kindern hätte ich so jetzt nicht gerade gerechnet, schließlich hat uns gut ein Drittel Richtung F-Junioren verlassen. 10 – 15 wären mein erwartetes Maximum für das Kinderfussball Training der Bambinis gewesen.

Auf einmal erscheinen mir die ausgesuchten Übungen doch nicht mehr so gut zu sein. All die Vorbereitung und Theorie die man als Neuling investieren kann, bringen eben nichts ohne Erfahrung. Erstmal laufen lassen.

Am Anfang steht das Tummeln

Für die sogenannte Tummelphase im Kinderfussball Training der Bambinis habe ich mir ein einfaches Fangenspiel ausgesucht. Die Kids müssen vor den Trainern weglaufen. Wird eines der Kinder vom Trainer gefangen, muß es zur Salzsäule erstarren und kann erst wieder erlöst werden, wenn es von einem Zauberlehrling berührt wird.

So weit die Theorie.

Ich gebe also das Kommando für den Start, realisiere im Augenwinkel noch ein heftiges Armrudern des Trainerkollegen und schlagartig wird mir klar was ich vergessen habe. Doch da ist es leider schon zu spät. Über 20 Kinder sind kreuz und quer auf dem geamten Sportplatz verteilt, und manche nicht nur da, manche auch außerhalb.

Fangenspiele eignen sich prima für die Tummelphase. Was sich für Fangenspiele prima eignet sind: Begrenzungen.

Genau die habe ich nämlich vergessen. Und bis ich wieder alle Kinder zusammen habe, ist die von mir kalkulierte Zeit für die Tummelphase längst zu Ende und hat schon fleißig Zeit der Folgeübung aufgefressen.

Kinderfussball Training vs menschliche Steine

Trainingsleibchen geschnappt, drei Gruppen gemacht und das gedachte muntere Schusstraining noch etwas einfacher gestaltet. Einmal vorgemacht und dann einen der Jungs das ganze nochmal vorführen lassen.

Los gehts.

Und tatsächlich, es läuft rund und mein Puls dankt es mir. Vielleicht geht ja doch nicht das ganze Kinderfussball Training der Bambinis in die Hose. Leider kann ich den Gedanken kaum zu Ende bringen, da registriere ich ein rotes Häufchen mitten auf dem Feld, und noch eines, und noch eines.

„Freunde, was treibt ihr da?“

„Wir können nicht reden Trainer, wir sind Steine.“

Und irgendwie sehen sie auch ein bißchen wie Steine aus. Köpfe ins Leibchen gezogen, Beine angezogen. Spielbetrieb erstmal wieder eingestellt. Als hätten sich die neuen kollektiv abgesprochen mich auf dem Kunstrasen in selbigen versinken zu lassen.

Aufgrund der vielen Zeitverluste die wir im Kinderfussball Training der Bambinis bereits hatten, breche ich heimlich die Übung ab und teile die Kids in vier Teams auf. Die etwas älteren Bambinis machen ihr Fußballspiel in meinem viertel des Platzes, die Steine, Schildkröten und Blümchenpflücker bei meinem Kollegen.

Fußball spielen? Passt!

Wenn eins im Training immer klappt. Dann ist es das Abschlußspiel. Und tatsächlich gehen die Kids hier voller Elan zur Sache und auch meine Aufregung legt sich etwas. Trotz Pleiten, Pech und Pannen war es dann doch nicht so schlimm und auch die anwesenden Eltern haben sich köstlich amüsiert.

Mit dem Schlußpfiff kommen wir alle zusammen, erzählen noch ein wenig über die heutige Spielstunde, lassen unseren Schlachtruf ertönen und verabschieden uns voneinander bis zum nächsten Mal. Natürlich nehme ich einiges mit aus meinem ersten Kinderfussball Training der Bambinis. Und ihr könnt mir glauben. Das nächste mal war ich bedeutend besser vorbereitet. Und die Steine knacke ich auch noch.

Thomas ist 37 Jahre alt und wächst als Trainer mit seiner Mannschaft. Wie früher als Kind, freut er sich Woche für Woche aufs Training. Nur wenn alle Kinder gelacht haben, hatten alle ein gutes Training.

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Über Thomas 9 Artikel
Thomas ist 37 Jahre alt und wächst als Trainer mit seiner Mannschaft. Wie früher als Kind, freut er sich Woche für Woche aufs Training. Nur wenn alle Kinder gelacht haben, hatten alle ein gutes Training.

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